Kanton Zug setzt auf Vorsorge gegen Japankäfer in Nachbarkantonen
Die Ausbreitung des Japankäfers in der Schweiz nimmt weiter zu. Nach bestätigten Befallsherden in den Nachbarkantonen Zürich, Luzern und Schwyz steigt auch im Kanton Zug das Risiko eines Auftretens. Der Kanton setzt weiterhin auf eine intensive Überwachung und ruft die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu sein und mögliche Funde zu melden.
Der Japankäfer (Popillia japonica) gilt als Quarantäneorganismus und kann erhebliche Schäden in der Landwirtschaft, an Zierpflanzen sowie an Grünflächen verursachen. Im Kanton Zug wurde bislang keine Population festgestellt. Aufgrund der Funde in den Nachbarkantonen ist jedoch erhöhte Wachsamkeit angezeigt.
Erkennungsmerkmale
Der erwachsene Japankäfer ist rund 10 bis 12 Millimeter lang, besitzt kupferfarbene Flügeldecken sowie einen metallisch grün schimmernden Kopf und weist entlang der Körperseiten charakteristische weisse Haarbüschel auf.
Zur Früherkennung setzt der kantonale Pflanzenschutzdienst auch dieses Jahr auf ein dichtes Netz von Fallen. Ergänzend dazu bleibt die Mithilfe der Bevölkerung zentral. Früh gemeldete Verdachtsfälle ermöglichen ein rasches Eingreifen und helfen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Was die Bevölkerung tun kann
· Bei Reisen in betroffene Gebiete, insbesondere nach Norditalien und ins Tessin, sollten Fahrzeuge, Wohnmobile und Gepäck sorgfältig auf mitgeführte Insekten kontrolliert werden.
· Pflanzen, Erde, Kompost oder Grüngut dürfen nicht aus betroffenen Regionen mitgebracht werden.
· Verdächtige Käfer sollten eingefangen und während 24 Stunden eingefroren werden. Anschliessend ist ein Foto des Fundes – idealerweise neben einem Massstab – an den kantonalen Pflanzenschutzdienst zu übermitteln.
Weiterführende Informationen
Agroscope-Japankäfer
Situation Japankäfer Kanton Luzern
Situation Japankäfer Kanton Schwyz
Situation Japankäfer Kanton Zürich
Kontakt
Kantonaler Pflanzenschutzdienst Zug
Raphael Vogel
Bergackerstrasse 42
6330 Cham
041 594 56 45
pflanzenschutz@schluechthof.ch