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05.06.2026

OSKIN – ein Ort der Tat und digitalen Dynamik

05.06.2026
Von den ersten Schul-PCs bis zur heutigen digitalen Schule mit Herausforderungen und Erfolgen und einem Blick auf die Zukunft der Digitalisierung im Unterricht.
PASC
Bild Legende:

Das Abenteuer Informatik und Digitalisierung an den gemeindlichen Schulen ist gar noch nicht so alt. Prägend auf dieser Reise, mal als Ritter, mal als Drache, ist die ICT-Fachgruppe OSKIN. Der persönliche Schlussbericht eines Oberabenteurers. 

Von Pascal Schauber*

Erinnert ihr euch an die «Wäscheleinen», die unsere drei PC pro Schulzimmer verbanden? Es ist nicht mal so lange her, als wir freudig, gespannt und neugierig ins Abenteuer der digitalen Transformation gestartet sind. Mit dieser Begeisterung begann ich vor 14 Jahren meine Arbeit innerhalb der ICT-Fachgruppe OSKIN.

Das Ziel war, euch Lehrpersonen auf diesem Abenteuer zu begleiten, zu unterstützen und euch die unglaublichen Möglichkeiten und die Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, zur Verfügung zu stellen, um eure Arbeit zu erleichtern und zu bereichern.
Mit euch, dank euch und – dies sei mit einem Augenzwinkern gesagt - manchmal trotz euch stehen wir heute alle in Schulzimmern, die vernetzt, mit aktuellen und modernen Geräten ausgerüstet und mit einer Vielzahl von Apps und Lernsoftware bestückt sind. Die Digitalität begleitet euch in eurem Unterrichtsalltag.

Man muss kein Genie sein, um festzustellen, dass die Entwicklung in der digitalen Welt rasant vonstattengegangen ist. Wir alle wurden von der Digitalisierungswelle umspült und innert weniger Jahre sind wir mitten in eine Welt katapultiert worden, die uns manchmal das Leben und den Unterrichtsalltag gewiss vereinfacht, die uns jedoch allzu oft mit einer Fülle an Tools konfrontiert, die uns alle überwältigt, ihre technischen Tücken hat und uns manchmal schlicht ratlos dastehen lässt: Greenscreens, Makerspace, Ozobots, Oxocards, KI-, Lehrplan 21-MI, Robotik…

Statt das Leben zu vereinfachen, macht die Digitalisierung es komplexer, komplizierter und hektischer: Jede Aktivität muss digitalisiert werden, die Mailbox überquillt, die Elternkommunikation verlangt dreifache Aufmerksamkeit, weil das niederschwellige Angebot geradezu zur sofortigen Kontaktnahme verleitet und wo was jetzt im Sharepoint, auf einer Webseite, in einem (in der schieren Anzahl überbordenden) Teams, auf der Festplatte oder doch in der eigenen Cloud zu finden ist, gleicht einer Schatzsuche mit ungewissem und zweifaktorisiertem und authentifiziertem Ausgang.
Ja, manchmal ertappe ich mich dabei, die guten, alten Schnapsmatritzen zurückzuwünschen. Es war doch so einfach, eine Kartei mit Lernkärtchen zu erstellen und abzuarbeiten.

Und trotzdem: Es ist halt schon schampar spannend und bereichernd, die quasi unbegrenzten Möglichkeiten der Digitalisierung auszutesten, mit KI Bilder, Texte, Ideen, Multiple-Choice Fragen oder Arbeitsblätter zu generieren, einen Podcast zu erstellen - und sich diebisch zu freuen, wenn etwas Tolles entstanden ist.

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Es ist eine erfüllende Arbeit, unseren Schülerinnen und Schülern die Tür zur digitalen Welt zu öffnen, sie für diese Welt fit zu machen und ihnen gleichzeitig Werkzeuge und Handlungsweisen mitzugeben, die es ihnen erlauben, sich von der Digitalisierung nicht überrollen zu lassen, sondern sie als einen Teil des Lebens zu betrachten. Eine sorgfältige Medienbildung in der Schule und zu Hause ist deshalb besonders wichtig. Das Ziel ist nicht «die gute alte analoge Welt» gegen die Digitalisierung auszuspielen – sondern ein ineinandergreifendes Miteinander.
Und es schleckt halt keine Geiss weg: Unsere Schülerinnen und Schüler arbeiten gerne mit und am Laptop: Ein Quiz, ein individuelles Lernprogramm, ein geduldiger Erklärfilm, eine digitale Ablageplattform, eine Knobelaufgabe, Programmieren, die digitale Dokumentation einer Arbeit…

Dass wir all das haben, kennen, beherrschen und unseren Schülerinnen und Schülern weitergeben können, ist auch der ICT-Fachgruppe OSKIN zu verdanken. OSKIN ist die Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Rahmendbedingungen, Ressourcen und Inhalte im Umgang mit den digitalen Medien innerhalb der Schulen mitzugestalten.

Dass die Schulen des Kantons Zug bei der Digitalisierung so erfolgreich unterwegs sind, ist auch das Verdienst unserer ICT-Animatorinnen und -Animatoren. Sie führen Kurse durch, initiieren Projekte, beraten, helfen und unterstützen die Lehrpersonen in allen Bereichen rund um Medien und Informatik. OSKIN vernetzt die ICT-Animatorinnen und Animatoren aller Gemeinden im Kanton, führt Weiterbildungen durch und ist Bindeglied zu ausserkantonalen ICT-Organisationen, sie stellt Empfehlungen zur Verfügung, ist mit der Webseite www.oskin.ch ein Ideen- und Ratgeber und setzt sich mit der Digitalisierung in unseren Schulen auseinander, um sie weiterzuentwickeln.

Die jüngsten Ergebnisse unserer Arbeit sind auf unserer oskin-Webseite zu finden (guckt doch mal rein!): Ihr findet darauf Empfehlungen zu KI in der Schule, Informationen zur Ausrüstung mit Präsentationsmedien im Kindergarten, Umgang mit digitalen Plattformen, Bildungsroboter für die gemeindlichen Schulen, Digitale Medien in der Tagesbetreuung und eine Übersicht zu Wettbewerben informatische Bildung und Robotik im Jahresverlauf. OSKIN ist auch bei der Ausarbeitung der neuen ICT-Strategie der Gemeinden wieder dabei.

Ich bin stolz auf die umfangreiche Arbeit, welche OSKIN leistet.** Per Ende Schuljahr beende ich meine Arbeit in der ICT-Fachgruppe OSKIN. Mit Eva Kneubühler (Risch) und Christoph Trächslin (Stadt Zug) werden zwei engagierte und ideenreiche Lehrpersonen bei OSKIN mitarbeiten. Das freut mich sehr!

Ich wünsche OSKIN und euch allen viel Elan, Geduld, etwas Gelassenheit, Sorgfalt und Neugier - eigentlich bei allem, insbesondere aber bei der Digitalisierung im Schulalltag!


*Pascal Schauber unterrichtet als Primarlehrperson, ist pädagogischer Leiter Schulinformatik der Stadt Zug und seit 14 Jahren in der ICT-Fachgruppe OSKIN tätig. Vor 26 Jahren hat er die erste Tranche der ICT-Animatorinnen- und -Animatorenweiterbildung des Kantons Zug durchlaufen und die ganze Entwicklung der Digitalisierung der Schule miterlebt und mitgestaltet.

**In den vergangenen zwei Jahre durfte ich als OSKIN-Präsident an den Sitzungen der Fachgruppenleitungen des Kantons Zug teilnehmen. Es wäre jedoch nicht richtig hier nur anzumerken, dass OSKIN wirklich hervorragende Arbeit leistet, denn alle anderen Fachgruppen tun dies auch. Wer’s bis jetzt nicht wusste, weiss es jetzt.

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