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01.06.2026

Lehrpersonen aus dem Kosovo zu Besuch an Schweizer Schulen

01.06.2026
Zweiter Durchführung des internationalen Mobilitätsprojekts Schweiz-Kosovo
Gruppenbild
Bild Legende:

Das internationale Mobilitätsprojekt «Studienwochen Schweiz-Kosovo für Lehrpersonen und Schulleitende» findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Vom 18. bis zum 22. Mai 2026 reisten fünf Lehrpersonen, eine Schulpsychologin und eine stellvertretende Schulleiterin aus Gjilan im Kosovo in die Schweiz und hospitierten an Partnerschulen der PH Zug.

Der erste Tag der Studienwoche fand an der PH Zug statt. Im Zentrum standen das gegenseitige Kennenlernen sowie die Einführung in das Programm und die thematischen Schwerpunkte der Woche. Das Inputreferat von Dr. Sabina Staub mit anschliessender Diskussion legte den gemeinsamen Referenzrahmen für die Studienwoche fest: die kollegiale Hospitation. Die Hospitation als Herzstück der Zusammenarbeit dient als Mittel des Austauschs von fachlicher Expertise und frischen, in diesem Fall transnationalen, Perspektiven auf die eigene Unterrichtspraxis. Dieser frische Blick ermöglicht eine weiterführende Professionalisierung auch dadurch, dass Selbstverständlichkeiten hinterfragt und allfällige blinde Flecken in der eigenen Arbeit entdeckt werden können.

Unterschiede, Gemeinsamkeiten und eine länderübergreifende Geschichte entdecken
An den drei weiteren Tagen bildeten die Gäste aus Gjilan jeweils Tandems mit den am Projekt teilnehmenden Lehrpersonen sowie mit weiteren Lehrpersonen aus den Kantonen Zug, Zürich und Aargau. Letztere öffneten dankenswerterweise die Türen ihrer Klassenzimmer für die kosovarischen Kolleginnen und Kollegen. Dabei war die Perspektiverweiterung beiderseitig: Einerseits erhielten die gastgebenden Lehrpersonen Feedback von den Fachpersonen aus dem Kosovo, andererseits gewannen die Hospitierenden vertiefte, zum Teil überraschende Einblicke in die Schweizer Unterrichtspraxis, beispielsweise die selbständige Wochenplanung durch die Schülerinnen und Schüler. Neben Unterschieden in materiellen Ressourcen, im Prestige des Lehrberufs oder der Diversität der Lernenden wurden auch immer wieder Gemeinsamkeiten deutlich, etwa bei den Herausforderungen und Chancen des inklusiven Schulmodells.

Ein weiteres Highlight war das Rahmenprogramm, das in diesem Jahr den Fokus auf zwei Kapitel der gemeinsamen Geschichte der Schweiz und des Kosovo legte: die Herausforderungen des mehrsprachigen Aufwachsens für jüngere Generationen sowie das Arbeiten und Leben unter dem Saisonnier-Statut vor allem für ältere Generationen. So besuchte die Gruppe am Mittwochnachmittag eine sogenannte HSK-Klasse («Heimatliche Sprache und Kultur») und sah am Freitag den Dokumentarfilm «Wir kamen für eine Saison und blieben für immer» von Fitim Vrella, der für ein anschliessendes Gespräch zur Verfügung stand. Die Diskussion wurde am Abschlussnachmittag während des Besuchs der Fotoausstellung «Wir, Saisonniers…» in Zürich fortgesetzt.

Fortsetzung im November 2026 sowie 2027 geplant
Der Gegenbesuch von Schweizer Lehrpersonen in Gjilan, und damit der zweite Teil des Mobilitätsprojekts, findet im November statt. Die Projektleitung liegt bei Dr. Shpresa Jashari vom Institut für internationale Zusammenarbeit in Bildungsfragen sowie bei Patrick Pfeuffer vom International Office.
Im Jahr 2027 findet dann der dritte Durchgang des Projekts statt. Interessierte Lehrpersonen, Schulleitende und andere im pädagogischen Feld tätige Fachpersonen können sich jederzeit bei der Projektleitung melden.

Einblick Studienwoche

Weitere Informationen

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Über das Projekt

Das internationale Mobilitätsprojekt zum Austausch von Lehrpersonen und Schulleitenden aus der Schweiz und dem Kosovo baut auf der erfolgreichen Kooperation mit der Universität Kadri Zeka im Rahmen des Studierendenaustausches auf. Mit dem Projekt ist es der PH Zug gelungen, die positiven Erfahrungen der seit 2018 bestehenden Partnerschaft auf das Schulfeld zu übertragen.

Unterstützung

Dieses Projekt wird von Movetia finanziell unterstützt. Movetia fördert Austausch, Mobilität und Kooperation in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Jugendarbeit – in der Schweiz, in Europa und weltweit. Weitere Infos: movetia.ch.

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